Ein Ferrari-Veteran beleuchtet Mercedes’ regelkonforme 2026er-Antriebseinheit

12:01, 29 Dez 2025
Aktualisiert: 20:06, 29 Dez 2025
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Der ehemalige Ferrari-Ingenieur Luigi Mazzola ist der Ansicht, dass Mercedes’ Lösung für die Antriebseinheit 2026 vollständig regelkonform ist – selbst wenn sie sich in einer Grauzone bewegt.
„Diese Grauzone ist legal; sie ist nicht illegal. Wenn etwas illegal ist, wirst du disqualifiziert und machst dich lächerlich“
- Luigi Mazzola
Berichten zufolge hat Mercedes eine Grauzone in Artikel C5.4.3 des Technischen Reglements ausgenutzt, der festlegt, dass das Verfahren zur Überprüfung des korrekten Verdichtungsverhältnisses der Antriebseinheit des nächsten Jahres „von jedem PU-Hersteller gemäß dem Leitfaden dokumentiert und bei Umgebungstemperatur durchgeführt wird.“
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Entscheidend ist, dass der Artikel keine Bezugnahme auf die Bewertung der Antriebseinheiten unter anderen Betriebsbedingungen enthält, was den Teams de facto Spielraum und eine flexiblere Auslegung lässt, wie die Regel angewandt werden kann.
Im Gespräch bei F1news hob Mazzola genau diesen Punkt hervor: „In der F1 gilt: Wenn du Ferrari bist, wenn du Red Bull bist, wenn du McLaren bist, hast du nur ein Ziel: zu gewinnen. Was immer du zum Gewinnen brauchst, setzt du um – innerhalb der Regeln. Diese Grauzone ist legal; sie ist nicht illegal. Wenn etwas illegal ist, wirst du disqualifiziert und machst dich lächerlich. Eine Grauzone ist per Definition immer noch ein legaler Bereich. Anerkennung für jeden, der sie erkennt und auszunutzen weiß.“
Antonelli Las Vegas Mercedes
Foto: Race Pictures
„Wenn es um die Umgebungstemperatur geht, befindest du dich innerhalb der Regel. Aus dieser Perspektive ist das Reglement ziemlich restriktiv, Punkt. Und je mehr Regeln du auf weitere Regeln häufst, desto mehr verstrickst du dich in eine beinahe unmögliche Lage, in der niemand sich bewegen kann.“
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Er fügte schließlich hinzu: „Ich rufe keinen Skandal aus — ganz im Gegenteil. Ich sage: gut gemacht, wenn ihr das geschafft habt. Darauf läuft es hinaus. Ob Mercedes, Red Bull oder Ferrari — Anerkennung dem einen, Anerkennung dem anderen, Anerkennung allen.“

Mercedes und Red Bull mit großem F1-2026-Vorteil nach FIA-abgesegneter Lösung

Berichten zufolge könnten Mercedes und Red Bull Racing durch eine clevere Lösung bei der Zylinderverdichtung einen Vorteil von bis zu vier Zehntelsekunden pro Runde gegenüber ihren Rivalen freischalten. Die Antriebseinheit wurde bereits homologiert, die FIA erklärte sie für regelkonform.
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Das würde beide Hersteller in eine starke Position bringen, noch bevor die neuen Autos vorgestellt werden und in Barcelona zum Wintertest auf die Strecke gehen, während der Rest des Feldes abwartet, wie die Konkurrenz reagiert.
Die FIA hat inzwischen bestätigt, dass die Innovation von Mercedes den technischen Vorschriften in ihrer jetzigen Form vollständig entspricht. Sie gilt daher als legitime Ausnutzung einer regulatorischen Grauzone.

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