Der historische F1-Konstrukteur Gary Anderson hat seine Gedanken zum schwierigen Saisonstart von Aston Martin geteilt.
„Sobald Honda reagiert, wird es keinen Antriebshersteller geben, der besser oder schneller die nötigen Schritte unternimmt. Es braucht nur diesen Tritt in den Hintern, um in Gang zu kommen.“
- Gary AndersonAnderson arbeitete zuvor mit Honda in der Schlussphase seiner Zeit bei Jordan zusammen, als der japanische Hersteller das Team 1998 — während er als Technischer Direktor tätig war — mit Mugen-Honda MF-310HC-Motoren ausstattete, bevor er im folgenden Jahr zu Stewart wechselte.
In einer Kolumne für The Race argumentierte der britische Ingenieur, dass genau dieser „Tritt in den Hintern“ das sei, was Honda brauche. Er verwies auf die mangelnde Zuverlässigkeit in Bahrain — mit nur 128 absolvierten Runden an den letzten drei Testtagen — und auf eine derzeit offenbar leistungsschwächere Antriebseinheit im Vergleich zur Konkurrenz.
„Das Auto sieht auf der Strecke nicht gut aus, die Fahrer funken und beschweren sich hinter den Kulissen offensichtlich über alles, heben aber vor allem die Fahr- und Handlingprobleme hervor.“
„Bis man so einen richtig schlechten Tag hat wie Aston Martin am Ende der Testfahrten, als das Fahren auf ein paar In- und Out-Laps beschränkt war, hätte Honda wohl gedacht, die Verbesserung sei möglicherweise gleich um die Ecke. Dasselbe könnte man wohl über die Probleme mit McLaren sagen, insbesondere 2015 und 2017.“
Laut Anderson wird Honda jedoch wieder ein Antriebshersteller ohnegleichen sein, sobald man vollständig versteht, wo eingegriffen werden muss, und beginnt, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Lücke zu schließen und wieder an die Spitze zurückzukehren.
„Sobald Honda reagiert, wird es keinen Antriebshersteller geben, der besser oder schneller die erforderlichen Schritte unternimmt. Es braucht nur diesen Tritt in den Hintern, um loszulegen. Und ich denke, jeder in Sakura hat genau den gerade bekommen.“
Aston Martin setzt nach holprigem Start in die Saison 2026 auf zwei zentrale Stärken
Aston Martins globaler Botschafter Pedro de la Rosa gab seine Einschätzung nach einem herausfordernden doppelten Testprogramm in Bahrain für das britische Team ab.
Nach einem schwierigen Saisonauftakt will das Team auf seine umfangreichen Ressourcen bauen — von der hochmodernen Anlage in Silverstone bis zum großen Ingenieur-Know-how in der Organisation —, um das Blatt schnell zu wenden.