Ein Ausschnitt aus der kommenden Staffel von Netflix’ Drive to Survive hat einen neuen Blick auf Christian Horners letzte Monate bei Red Bull eröffnet.
„Ich hatte nicht gehofft, dass er dort auf die Bühne geht nach dem Motto: Ich werde den Saal rocken – und dann hat der Saal ihn gerockt.“
- Toto WolffIn der Auftaktfolge der achten Staffel mit dem Titel New Kids on the Track richtete sich der Fokus auf das F175-Event — den groß angelegten gemeinsamen Launch im vergangenen Jahr, bei dem alle zehn Teams am selben Abend die Lackierungen ihrer Autos enthüllten.
In dem Clip ist zu sehen, wie Horner in der Londoner O2 Arena lautstark ausgebuht wird — etwas, das der nun ehemalige Red-Bull-Teamchef und CEO in der Folge kommentierte: „Wenn du zum Seriensieger wirst, will das Publikum das nicht sehen. In der F1 gibt es dieses Element der Pantomime. Wir sind jetzt wie die Kardashians auf Rädern, aber mir ist längst egal, was andere denken.“
Auch McLaren-CEO Zak Brown kam in der Episode zu Wort und kommentierte das, was Horner widerfahren ist: „Da raufzugehen und sich dann neben sein Team, seine Sponsoren zu setzen, das wäre ziemlich unangenehm.“
Zak Brown und Christian Horner - Foto: Race Pictures
Mercedes-Teamchef
Toto Wolff teilte ebenfalls seine Sicht und ergänzte:
„Ich hatte nicht gehofft, dass er dort auf die Bühne geht nach dem Motto: Ich werde den Saal rocken – und dann hat der Saal ihn gerockt.“Horner fügte schließlich hinzu: „Das macht uns aus. Das ist kein Beliebtheitswettbewerb, es ist die F1, und am Ende des Tages wirst du nach dem Ergebnisblatt beurteilt. Es ist einfacher, der Jäger zu sein als der Gejagte, und natürlich ist für uns alles, was keine totale Dominanz ist, nun ja, nicht gut genug.“
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In der kommenden Staffel von Drive to Survive, die am Freitag erscheint, verriet der 52-Jährige, dass er zwar konsequent die Beförderung von Fahrern aus Red Bulls Nachwuchsprogramm unterstützt habe, der Entschluss, nach nur zwei Rennen beide Fahrer zu ersetzen, jedoch maßgeblich vom österreichischen Berater des Teams vorangetrieben wurde.
Er erklärte, dass der Drang, Talente aus dem Red-Bull-Juniorensystem auszuwählen, intern stets stark gewesen sei und betonte den erheblichen Einfluss, den Helmut Marko bei der Gestaltung dieser Entscheidungen ausübte.