In seiner Kolumne für Sky Sports nahm Martin Brundle Max Verstappens beeindruckende Aufholjagd beim Großen Preis von Brasilien ausführlich unter die Lupe. „Das war ein Rennen für die Geschichtsbücher“
- Martin BrundleVerstappen startete aus der Boxengasse, schaffte es aber dennoch, sich bis aufs Podium vorzukämpfen.
Laut Brundle war es eine der besten Leistungen seiner Karriere.
„Verstappen startete aus der Boxengasse, weil sein Auto im Qualifying so fürchterlich aussah, dass es besser war, beim Setup etwas völlig anderes zu versuchen und einen neuen Motor einzubauen,“ schreibt Brundle.
„So begann eines der beeindruckendsten Rennen überhaupt: Er schnitt durch ein Feld, das enger beisammen lag als je zuvor – und das alles unter komplett trockenen Bedingungen.“
Laut dem ehemaligen F1-Piloten nutzte Verstappen das Chaos in den Anfangsrunden optimal: „Er vermied all die Zwischenfälle zwischen Sainz, Hamilton, Stroll und Bortoleto. Das Safety-Car half ihm, die Lücke zur Spitze zu schließen, und schon bald fand er sich mitten im Pulk wieder. Dann jedoch bekam er einen Reifenschaden und musste an die Box.“
Verstappen auf dem Podium in Brasilien - Foto: Red Bull Content Pool
Brundle von Verstappen beeindruckt
Dadurch fiel Verstappen weit zurück, konnte jedoch auf frischen Reifen angreifen. „Von diesem Moment an war er blitzschnell. Seine Überholmanöver waren klinisch sauber und sein Tempo unnachgiebig. Es wurde schnell klar, dass ein Podium in Reichweite war – und nach wenigen Runden praktisch unvermeidlich,“ setzt der britische Analytiker sein Lob fort.
Brundle betont, dass Verstappens Leistung nicht den Umständen geschuldet war, sondern reiner Geschwindigkeit und fahrerischem Können: „Es war ein Rennen für die Geschichtsbücher – er schaffte das nicht, weil es regnete oder weil er wie im letzten Jahr von roten Flaggen profitierte, sondern durch pure Pace im konkurrenzfähigsten Feld, das die Formel 1 je gesehen hat.“
Red Bull traf seiner Meinung nach auch die richtigen strategischen Entscheidungen. In der Schlussphase wechselte Verstappen auf einen neuen Satz Softs, den er übrig hatte, weil er im Qualifying am Samstag bereits in Q1 ausschied.
„Diese weichen Reifen mussten siebzehn Runden halten, und ab dem Moment, als er die Boxengasse verließ, fuhr er Vollgas,“ führt Brundle aus.
Am Ende gewann
Lando Norris das Rennen mit einem Vorsprung von zehn Sekunden. Der
McLaren-Pilot gab zu, dass Verstappen das Rennen vermutlich gewonnen hätte, wenn er weiter vorne gestartet wäre. Brundle stimmt voll zu: „
Norris führte ungefährdet, hatte aber nie einen wirklich komfortablen Vorsprung. Wenn Max mit einem problemlosen Auto von vorn gestartet wäre, hätte er dieses Rennen wahrscheinlich gewonnen.“GPblogs aktuelles F1 Paddock Update
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