Valtteri Bottas hat sich nach einem auf und ab verlaufenen ersten Ferrari-Jahr des britischen Fahrers schützend vor seinen ehemaligen Teamkollegen Lewis Hamilton gestellt. "Die Leute müssen reden, das ist natürlich. Aber vielleicht haben manche auch Charles unterschätzt, wie gut er ist."
- Valtteri Bottas.Valtteri Bottas - Foto: RacePictures.
Bottas verließ den Mercedes-Kader nach der Saison 2021 und machte damit den Weg frei für den jetzigen Teamleader George Russell, nachdem er fünf Jahre lang Hamiltons Teamkollege bei den Silberpfeilen gewesen war.
Nach drei Jahren bei Sauber kehrte Bottas für die Saison 2025 als dritter Fahrer und Ersatzpilot zu Mercedes zurück. Nun wartet er auf den Start der Saison 2026, in der er eines der zwei Autos steuern wird, die Cadillac in seiner Debütsaison einsetzt – an der Seite des ebenfalls erfahrenen Sergio Perez.
Im Gespräch mit Motorsport.com während des Großen Preises von Brasilien wurde der Finne nach Hamiltons Form gefragt.
Er betonte, wie herausfordernd ein Teamwechsel in der Formel 1 ist, und meinte, der Einschnitt sei für Hamilton besonders groß gewesen: vom unangefochtenen Nummer-1-Status bei Mercedes hin zur Gleichberechtigung mit
Charles Leclerc bei Ferrari.
"Es ist immer eine große Umstellung, besonders für ihn," sagte Bottas. "Er war lange bei Mercedes, daher hat er sich an deren Arbeitsweise gewöhnt."
"Er war sehr stark der ‚Fahrer des Teams‘, wissen Sie? Also ist es eine große Veränderung – kulturell, bei der Ausrüstung, und auch sprachlich."
Der Finne stellt jedoch fest, dass Hamiltons Eingewöhnung bei Ferrari noch nicht gefestigt ist und länger dauert als ursprünglich erwartet. In Kombination mit Leclercs Form, die nach Ansicht von Bottas unterschätzt wurde, sei der Lärm, der Hamiltons erstes Ferrari-Jahr nun umgibt, nichts anderes als eine logische Konsequenz.
Er fuhr fort: "Ich denke, alle sind sich einig, dass es länger dauert als erwartet, bis er sich anpasst, aber er hat seine Geschwindigkeit phasenweise gezeigt. Ich denke, nächstes Jahr wird zeigen, was er noch draufhat."
"Ich denke schon [es wird viel geredet]. Die Leute müssen reden, das ist natürlich. Aber vielleicht haben manche auch Charles unterschätzt, wie gut er ist. Also ja, ich denke, er wird klarkommen," schloss Bottas.
Hamilton unter Beschuss
Der ehemalige F1-Pilot Ralf Schumacher hat kürzlich erklärt, Hamilton habe seine Geschwindigkeit zeitweise gezeigt, insgesamt sei seine Leistung jedoch inkonstant und unter dem Niveau, das sein angeblich hohes Gehalt rechtfertigen würde – ein Gehalt, das Ferrari-Präsident John Elkann laut Schumacher nicht länger vertreten könne. Schumacher schlug daraufhin vor, die Scuderia solle sich bei Hamilton für die geleisteten Dienste bedanken und Oliver Bearman neben Leclerc ins Auto setzen.
Seine vollständigen Kommentare finden Sie hier.Erfahren Sie hier alles, was Sie über den F1-Fahrertitelkampf 2025 wissen müssen!
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