Prost: 'Ich war ein besserer Rennfahrer als Senna, ich werde völlig unterschätzt'

18:00, 11 Feb 2024
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Der vierfache Weltmeister Alain Prost glaubt, dass er im Vergleich zu anderen Formel-1-Fahrern "völlig unterschätzt" wird. Er führt das vor allem auf Vergleiche mit seinem Erzrivalen Ayrton Senna zurück, die oft zu Ungunsten des Franzosen ausfallen.

Prost: "Ich werde völlig unterschätzt"

Prost, der wegen seines kalkulierten Fahrstils den Spitznamen "Der Professor" trägt, steht auf der Liste der F1-Fahrer mit den meisten Weltmeistertiteln an vierter Stelle. In der Rangliste der Grand-Prix-Siege liegt er mit 51 Siegen an fünfter Stelle, seit Max Verstappen ihn 2023 überholt hat.
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Das sind beeindruckende Statistiken, aber Prost glaubt, dass er nicht die Anerkennung bekommt, die er verdient. "Ich frage mich manchmal, wie man sich an mich erinnern wird. Es klingt wie ein Witz, aber ich werde völlig unterschätzt! Das weiß ich. Ich kann es sehen. Ich weiß nicht, warum, aber es ist irgendwie meine Marke", sagte er dem Motor Sport Magazine.
"Es sieht so aus, als bliebe es für immer so, es ist Teil der Geschichte", fügte er hinzu. "Schau dir meine anderen Teamkollegen an: [John] Watson, [Rene] Arnoux, [Eddie] Cheever, Niki [Lauda], Keke [Rosberg], Stefan [Johansson], Nigel [Mansell], Jean [Alesi] und Damon [Hill]. Niemand spricht über sie. Ich hatte fünf Weltmeister als Teamkollegen, deshalb ist es ein bisschen schade."

Prost: "Ich war ein besserer Rennfahrer als Senna"

Prost wies darauf hin, dass er vor allem wegen seiner erbitterten Kämpfe mit Senna in Erinnerung geblieben ist, mit dem er 1988 und 1989 bei McLaren Teamkollege war, wenn auch alles andere als in Harmonie. Senna gewann die Meisterschaft in einem Jahr, Prost im nächsten. Den Weltmeistertitel '89 sicherte er sich nach dem umstrittenen Crash mit seinem Teamkollegen beim Großen Preis von Japan. Fast genau dasselbe Szenario wiederholte sich ein Jahr später, dieses Mal mit Senna als Titelgewinner.
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Senna wird auch heute noch von vielen als der beste Fahrer aller Zeiten angesehen, aber Prost findet das ungerechtfertigt. "Ayrton hatte mehr Elan. Ich war der 'Professor', klinisch. Er war der 'Mystiker' und das gefiel den Leuten. Wenn er mich beeindruckt hat, dann war das manchmal im Qualifying, ich weiß nicht mehr genau, wann. Aber nie unter Rennbedingungen. Niemals. Unter Rennbedingungen, im Warm-up, war ich meistens schneller", sagte Prost.
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