Christian Horner wollte zunächst nicht, dass Max Verstappen bei Red Bull Racing debütiert, Helmut Marko bestand jedoch darauf, dass dem damals knapp achtzehnjährigen Niederländer die Gelegenheit gegeben wurde. Es stellte sich heraus, dass dies die richtige Entscheidung des Österreichers war, der eine ähnliche Entscheidung für das kommende Jahr treffen könnte (und sollte?). Der Spruch "was gut ist, kommt schnell" wurde 2016 von einem Max Verstappen bewiesen. In seiner zweiten Saison wurde der Niederländer vom zweiten Red Bull Team, damals Toro Rosso genannt, zu Red Bull Racing versetzt. Sofort gewann Verstappen seinen ersten Grand Prix, der erste von vielen und letztlich vier Weltmeistertiteln.
Es gab genug Menschen, die damals dachten, Helmut Marko sei verrückt, denn warum sollte man einen nur achtzehnjährigen Jungen in ein Auto eines Spitzenteams setzen? Das liegt daran, dass Marko Verstappens Talent erkannte und fest an eine erfolgreiche Zukunft seines Schützlings glaubte.
Wer wird Max Verstappens Teamkollege sein?
Lindblad verdient eine Chance
Fast zehn Jahre später klopft ein weiteres Top-Talent bei Red Bull an die Tür. Sein Name ist
Arvid Lindblad, jetzt als 'der neue Verstappen' bezeichnet. In der Formel 2 kämpft der gerade erst achtzehnjährige Brite um den Titel, gegen Fahrer, die älter und erfahrener sind.
Es besteht kein Zweifel, dass Lindblad nächste Saison den Sprung in die Formel 1 machen wird, wobei Racing Bulls sein logischstes Ziel ist. Aber warum nicht direkt zu Red Bull Racing wechseln, im gleichen Alter wie Verstappen?
Zweifellos wird Lindblad neben Verstappen Fehler machen, genauso wie Andrea Kimi Antonelli derzeit bei Mercedes in einer ähnlichen Situation. Das gehört einfach dazu. Aber Mercedes hat Vertrauen in Antonelli und gibt ihm Raum zum Lernen, zumindest für zwei Saisons. Letztendlich sollte dies dazu führen, dass Antonelli sein Talent verfeinern und tatsächlich der Top-Fahrer werden kann, den Mercedes sich wünscht.
Für welches Team wird Arvid Lindblad im Jahr 2026 fahren?
Red Bull Racing als ideales Trainingsgelände
Red Bull kann Lindblad das gleiche Vertrauen schenken; garantiert zwei Jahre in den RB22 und RB23 Fahrzeugen, lernt bei jedem Rennen neu, mit Max Verstappen als großem Vorbild auf der anderen Seite der Garage. Mit dem Druck eines Spitzenteams ist Red Bull Racing das ideale Trainingsgelände. Und wenn es nach zwei Saisons nicht so läuft wie erwartet, dann sagt man auf Wiedersehen.
Für Red Bull hat die Wahl Lindblads einen weiteren Vorteil: Der junge Mann ist ein Brite, was wahrscheinlich die Art und Weise, wie das Team von britischen Fans und Medien angesprochen wird, verändern wird.
Red Bull tritt in eine neue Ära ein, mit einer Aufbauphase für neue Erfolge mit selbstgebauten und von Ford unterstützten Motoren. Gleichzeitig kann Lindblad intern für die Spitze ausgebildet werden, um herauszustechen, sobald Red Bull Racing wieder eine Macht in der Formel 1 ist.