Der Abgang von Christian Horner als Teamchef hat noch nicht dazu geführt, dass Red Bull Racing das sportliche Leck stopfen konnte. Max Verstappen war während der zweiten Session am Freitag beim Grand Prix in Ungarn nur Vierzehnter. Und das lässt nichts Gutes für den Rest des Wochenendes erwarten.
Kurz vor Ende des zweiten freien Trainings betrat Jos Verstappen die Garage von Red Bull Racing von hinten. Mit starrem Blick nach vorn und in Bezug auf die Bemerkung, dass viel Arbeit bevorstehe, sagte er mit etwas Zynismus: „Ein bisschen.”
Top-Treffen bei Red Bull
Nur wenige Minuten später verließ der ehemalige Formel-1-Fahrer die Box wieder, gefolgt von Laurent Mekies, der ebenfalls die wartenden Medien umging. Es wurden keine Interviews gegeben, sie gingen direkt nach oben, wo Pierre Waché - der technische Chef des österreichischen Teams - saß. Zweifelsohne gab es an diesem Tisch viel zu besprechen, auch später mit Verstappen, der sich an den Tisch gesellte.
Obwohl Christian Horner gegangen ist, ist die Atmosphäre bei Red Bull immer noch hervorragend, aber die sportlichen Probleme bestehen weiterhin. Was mehr ist, zeigt der Hungaroring bei Budapest schmerzlich, wie schwierig es für Red Bull ist, den RB21 ins richtige Arbeitsfenster zu bekommen.
Während der freien Trainings beschwerte sich Max Verstappen, wie so oft, über das fehlende Gleichgewicht in seinem Auto. Der Niederländer hatte auch mit Untersteuern zu kämpfen, sogar beim Einlenken. Egal wie gut der Fahrer ist - und Max Verstappen ist ausgezeichnet - er kann einen solchen Kampf mit einem Auto nicht gewinnen. „Unkontrollierbar,” nannte er sogar sein Auto.
Ein hartes Wochenende in Ungarn
Also, es besteht kein Zweifel, dass die Mechaniker des österreichischen Teams eine erhebliche Arbeitslast haben,
mit der Hoffnung, eine Lösung für Verstappens Probleme vor dem letzten freien Training am Samstag zu finden. Ist das realistisch? Schon vor dem Wochenende - bevor irgendwelche Sessions stattgefunden hatten - bestand bereits der starke Verdacht, dass es in Ungarn sehr schwierig werden würde.
Ohne Zweifel hat die Bestätigung davon Helmut Marko missmutig gestimmt, normalerweise derjenige, der freitagnachmittags mit den Medien spricht. Lange bevor das zweite freie Training abgewunken wurde, verließ der externe Berater bereits die Red Bull Garage. Nicht mal zur Red Bull Energy Station, sondern direkt zum Wagen, der ihn ins Hotel brachte.
Marko verlässt schnell die Rennstrecke
Die wartenden Medien - einschließlich Red Bulls eigener Station Servus TV - blieben hängen. Es besteht eine gute Chance, dass Marko der Presse nicht erzählen wollte, dass ein Platz unter den besten zehn auf der Startaufstellung für Verstappen eine enorme Aufgabe sein wird.
Zu wissen, wie gut Verstappen ist und möglicherweise nicht einmal in die Nähe von Q3 zu kommen; das würde wirklich darauf hinweisen, wie schwierig sich sein Auto in Ungarn handhaben lässt.