Zu sagen, dass Yuki Tsunodas Leistung enttäuschend war, ist eine Untertreibung. Es gibt jedoch einen entscheidenden Grund, warum Red Bull Racing sich nach dieser Saison von Max Verstappens Teamkollege trennt.
Als Yuki Tsunoda den Wechsel von Racing Bulls zu Red Bull Racing machte, war der japanische Fahrer voller Selbstvertrauen. Er behauptete, bereit für die schwere Aufgabe zu sein, Max Verstappens Teamkollege zu sein, und freute sich auf eine erfolgreiche Saison.
Die Dinge liefen ganz anders: Nach zehn Grand Prix-Wochenenden hat Tsunoda nur sieben Punkte für das österreichische Rennteam gesammelt.
Es ist nun klar, dass Tsunoda nach der aktuellen Saison nicht zu Red Bull Racing zurückkehren wird, wie intern bestätigt wurde. Honda ist daran interessiert, den Japaner zu Aston Martin mitzunehmen, wo die Japaner ab 2026 die Motoren liefern werden. Tsunoda wurde prominent vom Hersteller vorgeschlagen, um der Test- und Ersatzfahrer des Teams zu werden.
Ein Platz im F1-Raster ab 2026 scheint für Tsunoda, der dennoch als der beste F1 japanische Fahrer aller Zeiten in Erinnerung bleiben wird, äußerst herausfordernd zu sein. Mehr als ein anständiger Fahrer für das Mittelfeld ist nicht das, was Tsunoda zu sein schien, wie sich in dieser Saison bei Red Bull Racing zeigte.
Tsunoda konnte Red Bull nicht helfen
Warum hat das Abenteuer bei Red Bull Racing nicht geklappt? Die Gründe sind vielfältig. Natürlich war Tsunoda unglücklich, dass der RB21 ein Auto mit einem sehr engen Arbeitsfenster ist; etwas, mit dem der Japaner nur sporadisch arbeiten konnte - im Gegensatz zu Max Verstappen.
Während Max Verstappen seine Ingenieure mit seinem technischen Wissen und seinen sozialen Fähigkeiten klar führen kann, ist diese Arbeitsweise nicht in Tsunoda. Die japanische Kultur ist eine, in der die Gruppe etwas zu sagen hat, nicht das Individuum. Als das österreichische Team Tsunoda bat, unabhängige Entscheidungen zu treffen, schien es, als wäre der japanische Fahrer versteinert. Dies führte sogar zu Unfällen, zum Beispiel in Imola.
Das erklärt möglicherweise den Unterschied, warum Tsunoda regelmäßig bei Racing Bulls glänzte; ein Team, das ein viel 'einfacheres' Auto für ihn hatte und von Tsunoda außerhalb des Rennens wenig verlangte.
Yuki Tsunoda konnte Red Bull nicht bei der Entwicklung des RB21 unterstützen
Ist Aston Martin der richtige nächste Schritt?
Die Tatsache, dass Red Bull Racing in Tsunoda keinen Fahrer hat, der dem Team technische Fortschritte helfen kann, ist ein bedeutender Grund sich zu trennen. Bei den neuen Autos von 2026 - die in den kommenden Jahren enorme Entwicklungen durchlaufen sollen - wird ein Fahrer benötigt, der nicht nur Problembereiche aufzeigt, sondern auch spezifische Verbesserungen vorschlägt.
Von diesem Standpunkt aus bleibt abzuwarten, ob ein Testfahrer-Job etwas ist, das zu Tsunoda passt. Wenn er tatsächlich mit Honda zu Aston Martin wechselt, scheint es mehr wie ein Gefallen als etwas, das Aston Martin erheblich nutzen wird.
Natürlich wären diese Mängel leichter akzeptiert worden, wenn Tsunoda im RB21 erfolgreich gewesen wäre oder zumindest näher an Max Verstappen herangekommen wäre. Dass er keinen Erfolg hatte, ist der sprichwörtlich letzte Strohhalm für das Rennteam, um Tsunoda für seine Bemühungen zu danken.