Es gibt noch keine offizielle Stellungnahme von Red Bull Racing, doch es scheint, als sei Helmut Marko bei dem österreichischen Team auf dem Absprung. Auch wenn das von außen wie ein großer Verlust wirken mag, ist die Realität deutlich weniger dramatisch. Obwohl Marko an jedem Grand Prix teilnahm, war seine Rolle innerhalb von Red Bull Racing seit Langem nicht mehr operativ. In den vergangenen Jahren fungierte er vor allem als Sparringspartner, unter anderem für Max Verstappen.
Vor allem aber war Marko ein Liebling der Medien. In einer Ära, die von PR-Teams und sorgfältig kuratierten Aussagen geprägt ist, scheute der Österreicher nie davor zurück, seine Meinung zu sagen. Wenn er etwas zu sagen hatte, sagte er es – ungefiltert und ohne Vorbehalte.
Marko sorgte für Unruhe
Marko sorgte im Team häufig für Kontroversen, zuletzt nach dem Großen Preis von Katar.
Er beklagte, Andrea Kimi Antonelli habe Lando Norris zu leicht vorbeiziehen lassen – ein Manöver, das er als nachteilig für Max Verstappen einstufte. Antonelli sah sich daraufhin in den sozialen Medien heftiger Kritik ausgesetzt.
Red Bull Racing war gezwungen, die Äußerungen am folgenden Tag zurückzunehmen, ohne Marko direkt beim Namen zu nennen. Dennoch war für alle klar, dass ein unnötiger Sturm entfacht worden war – mit Marko in einer Schlüsselrolle.
Helmut Marko mit dem ehemaligen Red-Bull-Teamchef Christian Horner - Foto: Red Bull Content Pool
Großer Streit mit Horner
Man sollte auch nicht vergessen, dass Marko einen großen Zerwürfnis mit Teamchef Christian Horner hatte, der letztlich Red Bull verließ. Vielleicht glaubte Marko, er habe den Machtkampf gewonnen, doch Red Bull GmbH scheint fest entschlossen, aufzuräumen und derartige Auswüchse künftig zu verhindern. Der Plan deutet auf eine stärker unternehmensgeprägte Führung des Teams hin – ohne Marko.
Dennoch wird Helmut Markos Präsenz in der Formel 1 und bei Red Bull Racing schmerzlich fehlen. Er war eine der letzten wirklich authentischen Figuren im Fahrerlager, ein wichtiger Architekt von Red Bulls Erfolg. Zugleich war er ein Blitzableiter für Kontroversen – unterhaltsam für Außenstehende und Medien, für Red Bull selbst jedoch oft herausfordernd.
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