Das Tempo, das die McLaren-Piloten Lando Norris und Oscar Piastri zeigen, ist deutlich überlegen gegenüber dem von Max Verstappen, während Lewis Hamilton eines der potenziell schlechtesten Formel-1-Wochenenden seiner Karriere erlebt. Oscar Piastri dominiert in Katar. Foto: Race Pictures
Wie schon in weiten Teilen der Saison glänzte McLaren auch in Katar erneut mit bedrohlicher Pace, die zusammen mit Red Bulls Problemen
durch das unablässige Bouncing des RB21 bedeutete, dass Verstappens Aufgabe, vor Norris zu landen, nicht nur schwierig, sondern nahezu unmöglich war.
Der erste greifbare Beweis für die Überlegenheit des MCL39 kam bereits am Freitagabend, als Oscar Piastri sich am Losail International Circuit die Sprint-Pole sicherte. Norris wurde Dritter, Verstappens Teamkollege Yuki Tsunoda belegte P4 vor Fernando Alonso auf P5 und Verstappen auf P6.
Im Sprint lief es etwas besser, doch das Bouncing hielt an, verschärfte den Reifenverschleiß, nahm Lenkreaktionen weg und zwang Verstappen mitanzusehen, wie Norris Runde um Runde eine Lücke herausfuhr – trotz des Wunsches des Niederländers, seinen Titelrivalen zu jagen.
Max Verstappen beendete das Sprintrennen auf P4. Foto: RacePictures.
Verstappen braucht am Sonntag ein Wunder
In der Qualifikation für das Hauptrennen waren Verstappens Leistungen konstant, wie so oft. Doch selbst mit seit Monaten gestopptem Entwicklungsprogramm am MCL39 und Red Bulls fortlaufender Arbeit am RB21 erwies sich der McLaren als das beste Auto, sobald das Team das Set-up traf.
Piastri und Norris waren – wie so oft in dieser Saison – der Maßstab. Der Australier, der sich zurück in den Titelkampf bringen will, war bislang in allen relevanten Sessions in Katar der Schnellste, holte sich die Sprint-Pole und den Sieg.
Max Verstappen wurde in der Qualifikation für den Katar-GP Dritter hinter Lando Norris. Foto: RacePictures.
Hamilton hofft, dass die Saison bald vorbei ist
Von Titel-Atmosphäre zu einem Wochenende, das möglicherweise Hamiltons schlechtestes in seiner 18-jährigen F1-Karriere wird: Das
Ferrari-Debüt des siebenfachen Weltmeisters zeigt seit dem Start eine Abwärtsspirale.
Während Hamilton vom Großen Preis der Niederlande – trotz seines Unfalls – bis Mexiko einen scheinbaren Aufwärtstrend erkennen ließ, scheint sich seit Brasilien eine schmerzhafte Kehrtwende verfestigt zu haben. Der Brite absolvierte zwei Sprint-Wochenenden in Folge mit ähnlich bitteren Resultaten, auch wenn er im kurzen 100-km-Rennen in Interlagos Punkte holte.
In Katar war Hamilton mit Ferraris Set-up-Entscheidungen unzufrieden. Nach der Sprint-Qualifikation, auf die Frage, welche positiven Aspekte er bislang aus Doha mitnehmen könne, antwortete er:
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