Christian Horner wird als einer der Kandidaten genannt, um Andy Cowell als CEO und Teamchef von Aston Martin zu beerben. Die Frage ist jedoch, ob es tatsächlich dazu kommt. Nach dem Großen Preis von Las Vegas soll sich Aston Martin von Teamchef und CEO Andy Cowell getrennt haben. Der ehemalige Leiter des Mercedes-Motorenprojekts wurde zu Beginn der laufenden Saison zum Teamchef ernannt, nachdem er 2024 zunächst als CEO eingestiegen war. Keine zwölf Monate später soll Cowell bereits wieder Platz machen.
Der Brite ist bereits der dritte Teamchef, seit Lawrence Stroll das Ruder übernommen hat. Otmar Szafnauer war verantwortlich, als der Kanadier einstieg, und verließ das Team auf eigenen Wunsch noch vor Beginn der F1-Saison 2022. Seiner Aussage nach lag es daran, dass das Management zu viel mikromanagte.
Nach Szafnauer kam Mike Krack, der zu Beginn des Jahres 2025 für Cowell Platz machte. Krack bleibt bei Aston Martin, nun jedoch in der Rolle des Chief Trackside Officer.
Auf die Frage nach den Berichten über Cowells Entlassung erklärte ein Sprecher von Aston Martin, dass "das Team sich nicht an Gerüchten oder Spekulationen beteiligen wird. Der Fokus liegt darauf, in den verbleibenden Rennen die Performance zu maximieren und sich auf 2026 vorzubereiten."
Könnte Horner der nächste Teamchef von Aston Martin werden?
Dennoch kursieren online bereits verschiedene Namen als mögliche Nachfolger Cowells. Christian Horner ist der prominenteste Name, der sofort auftaucht. Die
BBC berichtet, dass das größte Fragezeichen – nämlich die Beziehung zu
Adrian Newey – im Sommer bei einem Oasis-Konzert ausgeräumt worden sei.
Es ist bekannt, dass Newey Red Bull Racing unter anderem aufgrund der Situation rund um Christian Horner verließ. Nach einer langen und erfolgreichen Zusammenarbeit war das Verhältnis zwischen den beiden aufgrund der Umstände etwas abgekühlt. Laut dem britischen öffentlich-rechtlichen Sender hat sich diese Beziehung inzwischen verbessert.
Adrian Newey und Christian Horner sollen sich wieder zusammengerauft haben – Foto: Red Bull Content Pool
Wenn dem so ist, bleibt die Frage, ob Horner tatsächlich zum britischen Team wechseln wird. Horner möchte Berichten zufolge auch Eigenkapital an einem F1-Team halten, und ob das bei Aston Martin möglich ist, ist ungewiss. Frühere CEOs und Teamchefs erhielten dies nicht, und mit Newey hat das Team bereits eine führende Figur, die Anteile am Unternehmen hält.
Zudem soll Horner mit Parteien aus den Vereinigten Staaten und dem Nahen Osten im Gespräch sein. Falls Horner einen Anteil an einem Team will, wäre dieser entsprechend größer. Die Frage ist, ob Stroll bereit wäre, einen so großen Teil seiner Anteile an externe Parteien abzugeben.
Ein weiterer online genannter Name ist Andreas Seidl. Laut RacingNews365 sei der ehemalige McLaren-Teamchef für Cowells Rolle angesprochen worden. Seidl war als Teamchef bei McLaren erfolgreich, doch der Wechsel zu Audi als CEO verlief weniger glücklich. Noch bevor das deutsche Team seine aktive Zeit in der F1 begonnen hatte, wurde Seidl durch Mattia Binotto ersetzt.
Seidl wäre eine tragfähige Option für die kurze Frist. Angeblich hat Horner noch eine Phase der Freistellung von Red Bull Racing, was bedeuten würde, dass er erst zur Saisonmitte 2026 bei einem neuen Team anfangen könnte.
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