Mohammed Ben Sulayem wurde als FIA-Präsident für die kommende Amtszeit bestätigt. Die Veranstaltung fand im Rahmen der formellen Sitzungen der FIA-Generalversammlung in Usbekistan statt
im Vorfeld der heutigen Preisverleihung, bei der Lando Norris offiziell zum Weltmeister 2025 gekrönt wird, und war für den Emirati, der ohne Gegenkandidaten antrat, im Wesentlichen eine Formalität.
Ben Sulayem wird gemeinsam mit seinem Präsidium somit den Dachverband in der Amtszeit 2025–2029 führen, nachdem er 2021 erstmals die Spitzenposition der FIA übernommen hatte.
Neben der Ernennung des FIA-Präsidenten wurden auch die Mitglieder des World Motor Sport Council (WMSC) und des World Council for Automobile Mobility and Tourism (WCAMT) gewählt.
Der Präsident sagte: „Ich danke all unseren FIA-Mitgliedern für die außerordentlich hohe Wahlbeteiligung und dafür, dass sie mir erneut ihr Vertrauen geschenkt haben. Wir haben viele Hindernisse überwunden, aber heute sind wir gemeinsam stärker denn je.“
„Es ist wirklich eine Ehre, FIA-Präsident zu sein, und ich bin entschlossen, weiterhin für die FIA, den Motorsport, die Mobilität und unsere Mitgliedsclubs in allen Regionen der Welt zu liefern.“
FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem – Foto: RacePictures.
Wie Ben Sulayem die Wahl ohne Gegenkandidaten gewann
Bereits Anfang Oktober 2025 schien Ben Sulayems Weg zur Wiederwahl so gut wie unangefochten. Die ehemaligen Sportkommissare Tim Mayer und Laura Villars hatten zunächst ihre Kandidatur signalisiert, doch die Wahlregeln der FIA nahmen ihren Ambitionen rasch jede Chance und schlossen sie aus, noch bevor der Prozess offiziell begonnen hatte.
In jenem Monat veröffentlichte die FIA die offizielle Liste der 29 Mitglieder des World Motor Sport Council (WMSC) – aus diesem Kreis muss jeder Präsidentschaftskandidat sein Vizepräsidenten-Team zusammenstellen. Für jeden Herausforderer offenbarte diese Liste ein sofortiges und unüberwindbares Hindernis.
Die FIA-Regeln verlangen, dass jeder Kandidat sieben Vizepräsidenten präsentiert, die unterschiedliche Regionen repräsentieren: zwei aus Europa, je einer aus Asien-Pazifik, dem Nahen Osten/Nordafrika, Nordamerika, Südamerika und Afrika. Bleibt einer dieser Sitze unbesetzt, ist die Kandidatur insgesamt ungültig.
In Südamerika kam nur Fabiana Ecclestone – die Ehefrau von Bernie Ecclestone und amtierende Vizepräsidentin unter Ben Sulayem – in Frage. Ihrer Loyalität zum Amtsinhaber wegen war es für jeden Rivalen unmöglich, die südamerikanische Voraussetzung zu erfüllen, was Ben Sulayems Wiederwahl de facto ohne Gegenkandidaten den Weg ebnete.
Villars hatte rechtliche Schritte unternommen, um die FIA-Wahlen zumindest auszusetzen und Klarheit über die regulatorische Lücke zu erhalten.
Die französischen Gerichte haben entschieden, dass ihr Fall in der Sache vom Pariser Justizsystem geprüft wird.Die Anhörung wurde für den 16. Februar 2026 angesetzt, sodass die Wahlen in Usbekistan wie geplant stattfinden konnten.
GPblogs neuestes F1-Paddock-Update
Bleibe mit GPblogs neuestem Paddock-Update über alles im F1-Paddock auf dem Laufenden. Abonniere den YouTube-Kanal von GPblog und aktiviere die Benachrichtigungen, damit du keine Folge verpasst.