FIA in der Kritik von Fahrern und der Öffentlichkeit - warum das nicht (immer) gerecht ist

11:33, 07 Aug 2025
Aktualisiert: 12:52, 07 Aug 2025
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Es ist das Schicksal jedes Regulierers oder Schiedsrichters in jeder Sportart. Wenn ein Prozess reibungslos abläuft, wird das als selbstverständlich hingenommen und niemand bemerkt es. Wenn etwas schief geht, stürzt sich die Welt auf dich. Für die FIA ist das nicht anders, wie in den letzten Wochen wieder deutlich wurde - und das ist nicht immer fair.
Vor einigen Wochen wurde Charles Leclerc bei einer Pressekonferenz nach seinen ersten Erfahrungen mit dem Simulator gefragt und er war sehr negativ: "Ich glaube, es ist kein Geheimnis, dass ich denke, dass die Regeln für das nächste Jahr wahrscheinlich weniger angenehm für die Fahrer zu fahren sein werden. Ich bin bisher kein großer Fan davon," war seine erste Erfahrung mit dem Simulator.

Leclerc beklagte sich über die Regeln

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Was übersehen wurde, war, dass Leclerc gerade mal das erste Mal für eine oder zwei Stunden im Simulator mit dem '26 Auto gefahren war und die Version, die in Maranello verwendet wurde, bereits veraltet ist. Aber das Bild wurde geprägt: Leclerc kritisierte die FIA, die eine technische Regelung aufgestellt hatte, mit der die Fahrer nicht zufrieden waren. Es wird weitaus weniger erwähnt, dass Leclerc inzwischen etwas zurückgerudert hat.
Ohne es zu beabsichtigen, fand sich der Motorsportverband erneut im Rampenlicht wieder, während die in '26 gefahrenen Autos absolut nichts mit den Autos aus den ersten Simulatortests zu tun haben. Aber der Schaden ist bereits angerichtet.
Verstappen in Aktion auf einem nassen Spa-Francorchamps, Foto: Red Bull Content Pool
Max Verstappen äußerte Kritik an der FIA in Spa

Kritik nach dem Großen Preis von Belgien

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Auch nach dem Großen Preis von Belgien geriet die FIA in die Kritik, da ihr vorgeworfen wurde, zu lange gewartet zu haben, bevor das vom Regen verzögerte Rennen gestartet wurde. Max Verstappen war besonders deutlich und argumentierte, dass der Weltmotorsportverband nicht hätte warten sollen, bis die Strecke fast trocken war.
Sein Ziel: die FIA, die wiederum gültige Gründe für die Verzögerung hatte. Wichtig ist hierbei, was wäre, wenn jemand auf der rutschigen Strecke nach dem Wassernebel eines anderen Fahrers schwer verunglückt und dabei verletzt worden wäre - oder schlimmeres? Wer wäre dann angegriffen worden? Diese gleiche FIA würde dann von den gleichen Leuten wie zuvor als unverantwortlich beschuldigt. In diesem Szenario hätte die FIA, egal was sie getan hätte, nie richtig liegen können.
Es gibt auch Punkte, bei denen die FIA anders hätte handeln können und wo Kritik gerechtfertigt war. Sicherlich ist der Motorsportverband der erste, der das erkennt. Aber als die Instanz, die die Regeln aufstellt, durchsetzt und kontrolliert, sind Sie auch der erste, der an den Pranger gestellt wird. Die letzten Wochen haben das erneut deutlich gemacht, und das war nicht immer fair.
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