Angesichts der jüngsten Änderungen, die die FIA im Jahr 2026 in Bezug auf sofortige Personalwechsel zwischen den Teams einführen will, äußerte sich Saubers Teamleiter Jonathan Wheatley zu diesem Thema. Die Frage der Beziehungen zwischen den Teams - insbesondere zwischen Red Bull und seinem Schwesterteam Racing Bulls, die den gleichen Besitzer haben - ist seit Jahren ein wiederkehrendes Thema in der Formel 1.
Besonders in den Fokus gerückt ist das Thema letzten Monat, als Red Bull Christian Horner entließ und
Laurent Mekies - der in den vergangenen anderthalb Jahren als Teamleiter in Faenza tätig war - mit sofortiger Wirkung beförderte.
Die FIA, die die Vorgänge bei Red Bull genau untersuchte, beabsichtigt, ähnliche Vorfälle in Zukunft durch die Einführung einer verpflichtenden Auszeit ab der nächsten Saison gemäß Abschnitt F der Regeln für 2026 zu verhindern.
Der Schutz des geistigen Eigentums war schon immer ein äußerst sensibles Thema für die Formel-1-Teams. Schlüsselfiguren innerhalb bestimmter Teams werden typischerweise vor dem Wechsel zu einem anderen Team in eine Auszeit geschickt, mit dem ultimativen Ziel, das zu frühe Weitergeben von sensiblen Kenntnissen zu verhindern.
Im Laufe der Jahre gab es einige Ausnahmen, wie etwa den Wechsel von James Vowles zu Williams vor zwei Jahren und die jüngste Ankunft von
Jonathan Wheatley bei Sauber, der zusammen mit Mattia Binotto die Aufgabe hat, den Übergang zu
Audi vor deren Debüt 2026 zu leiten.
Jonathan Wheatley, Teamleiter beim Stake F1 Team
Wheatley äußert sich zu sofortigen Personalwechseln
Wheatley selbst äußerte sich in Ungarn gegenüber Medien, darunter auch GPBlog, zu der Angelegenheit: ''Ich halte es für äußerst wichtig, dass keine unserer Konkurrenten durch den Wechsel von Personal einen Vorteil gegenüber einem anderen Konkurrenten erlangen kann.''
''Es ist also kein neues Thema, Sie wissen sicherlich, dass es seit einiger Zeit zur Diskussion steht. Und die FIA nimmt es ernst.''
''Wir alle als Konkurrenten, es liegt in unserem besten Interesse, sicherzustellen, dass es robuste Vorschriften gibt, damit niemand Vorteile ziehen kann.''